Radiofrequenzablation (RFA)

Als erste Praxis in Berlin führte 2018 die nuklearmedizinische Praxis MVZ iNUK in der Nürnberger Str. die neue Methode der Radiofrequenzablation, kurz RFA, zur Behandlung von heißen und kalten Schilddrüsenknoten sowie Schilddrüsenzysten durch.

Diese Methode kann für geeignete Patienten eine echte Alternative zur klassischen OP darstellen.

Eine RFA kann zur Volumenreduktion bei gutartigen Schilddrüsenknoten dienen. Darüber hinaus können fokale Autonomien (heiße Schilddrüsenknoten) ebenfalls durch diese Methode ausgeschaltet werden. Auch hat sie sich als wirksam in der Behandlung von Schilddrüsenzysten erwiesen.

Bei dieser Methode wird eine feine Sonde unter sonografischer Kontrolle (Ultraschall) in den Knoten eingeführt. Hochfrequenter elektrischer Strom wird dann genutzt um die Sonde und schließlich das Gewebe des Knotens gezielt zu ergänzen und damit zu zerstören.

Der Eingriff wird durchgeführt unter lokaler Betäubung. Ein klassisches Narkoserisiko gibt es somit für diesen Eingriff nicht.

Ablauf:

Vor dem Eingriff findet ein Informationsgespräch mit dem Arzt statt. In der Regel müssen Laborergebnisse, Ultraschallergebnisse, szintigrafische Untersuchungen und das Ergebnis einer Feinnadelpunktion vorliegen, um entscheiden zu können, ob eine Radiofrequenzablation durchgeführt werden kann. Die Durchführung einer Radiofrequenzablation erfolgt stationär. Der Patient bekommt eine lokale Betäubung am Halsbereich. Eine spezielle Sonde wird an der zu behandelnden Stelle eingeführt. Während der Radiofrequenzablation kontrolliert der Mediziner anhand des Ultraschallbildes die genaue Lage der Sonde, um eine punktgenaue Therapie zu ermöglichen. In den meisten Fällen dauert der Eingriff 20-40 Minuten und wird von den meisten Patienten als schmerzfrei empfunden.

Nachuntersuchungen finden in der Regel nach 3, 6 und 12 Monaten statt.