Mamma-Diagnostik

Das Diagnostikum Berlin bietet Ihnen eine umfangreiche Mamma-Diagnostik auf dem neuesten Stand der Wissenschaft an:

  • Volldigitale Mammographie
  • Digitale Mammographie mit Tomosynthese
  • Mammasonographie
  • MR-Mammographie
  • Galaktographie
  • Perkutane minimal-invasive Biopsieverfahren
  • Mammographie-Screening in unserer Screening-Einheit 03

Mit modernster Technik führt ein qualifiziertes Team aus langjährig erfahrenen Ärzten/innen sowie speziell geschulten Röntgenassistentinnen tausende von Mammographien (Mammographie-Screening und kurative Mammographiesprechstunde) und Ultraschalluntersuchungen der Brustdrüse (Mammasonographie) im Jahr durch.
Bei uns gehört zur Mammadiagnostik selbstverständlich sowohl eine individuelle körperliche Untersuchung als auch eine ausführliche  Besprechung Ihrer Befunde.

 

Volldigitale Mammographie

Unter standardisierten Bedingungen erstellt die Röntgenassistentin bei Ihnen von jeder Brust zwei Röntgenaufnahmen. Die Assistentin legt die  zu untersuchende Brust zwischen zwei strahlendurchlässige Plexiglasplatten und die Brust wird kurz komprimiert (zusammengedrückt). Diese Kompression kann in Einzelfällen als unangenehm empfunden werden, ist aber bei den modernen digitalen Geräten von deutlich kürzerer Dauer. Sie ist notwendig, um die Strahlendosis so gering wie möglich zu halten und eine optimale Darstellung der Brustdrüsenstrukturen zu gewährleisten.
Anhand der qualitativ hochwertigen Aufnahmen werden bereits kleine, noch nicht tastbare Knoten, sowie Mikroverkalkungen dargestellt und analysiert.

Abbildung: Mikrokalk

Abbildung: Kleines Mammakarzinom

Damit die Aussagekraft der Röntgenaufnahmen nicht beeinträchtigt wird, möchten wir Sie bitten, am Untersuchungstag auf Deodorants und Körpercremes im Bereich der Brust und Achselhöhle zu verzichten.


Ziele der Mammographie

  • Abklärung suspekter Tastbefunde (Knoten)
  • Abklärung klinischer Befunde (Hauteinziehungen, blutiges Sekret aus der Brustwarze, neue aufgetretene Einziehung der Brustwarze)
  • Tumornachsorge beim Mammakarzinom (Brustkrebs)
  • Frühdiagnostik bei familiärer Belastung und erhöhtem Mammakarzinomrisiko
  • Früherkennungsmaßnahme für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren im Rahmen des Mammographie-Screening-Progamms

 

Digitales Mammographieröntgengerät

Im Diagnostikum Berlin kommen ausschließlich digitale Vollfeldmammographiesysteme zum Einsatz, die der neuesten Technik entsprechen. Alle zugelassenen Röntgengeräte unterliegen höchsten Qualitätskriterien und werden täglich überprüft.

Abbildung: Digitales Mammographieröntgengerät Hologic, Lorad Selenia

 

Vorteile der digitalen Mammographie

  • minimale Strahlenbelastung
  • hohe räumliche Auflösung bei optimaler Kontrastwiedergabe; Mikroverkalkungen, Herdbefunde und Verdichtungen können besser dargestellt und somit exakter diagnostiziert werden
  • konstante Bildqualität
  • digitale Bildnachbereitung

 

Digitale Mammographie mit Tomosynthese

Bereits im Jahre 2009 verfügten wir als erste Praxis in ganz
Deutschland über eine Lorad Selenia Dimension Tomosynthese. zur dreidimensionalen Bildgebung der Brust.
Die Strahlenbelastung einer gesamten Aufnahmeserie ist vergleichbar mit der einer gewöhnlichen Mammographie.
 

Prinzip der Tomosynthese

Mit minimaler Röntgendosis werden in einem Arbeitsgang zweidimensionale Mammographieaufnahmen sowie Schichtaufnahmen der Brust mit einer Dicke von 1 mm erstellt. Dabei schwenkt die Röntgenröhre in einem Bogen über die komprimierte Brust und erstellt aus verschiedenen Winkeln
Aufnahmen, welche eine dreidimensionalen Bildgebung des Brustgewebes ermöglichen. Dadurch können überlagernde Gewebestrukturen ausgeblendet und eine höhere Diagnosesicherheit erzielt werden.

Abbildung: Digitales Mammographiegerät mit Tomosynthese: Hologic, Lorad Selenia Dimensions 3D

 

Mammasonographie

Die Mammasonographie (Ultraschall der Brust) ist ein zur Mammographie ergänzendes bildgebendes Untersuchungsverfahren und bietet zusätzliche diagnostische Möglichkeiten ohne Strahlenbelastung. Zum Einsatz kommen
modernste Geräte mit hochauflösenden Schallköpfen. Die Mammasonographie kann aber nicht die Mammographie ersetzen.

Abbildung: Mammakarzinom im Ultraschall

Zur verbesserten Erkennung und Charakterisierung von Läsionen werden hochauflösende Linear-array-Schallköpfe mit einer Frequenz zwischen 10 und 13 MHz angewendet.
 

Indikationen

  • Diagnostik bei jungen Frauen mit klinischen Auffälligkeiten
  • ergänzende Abklärung mammograpischer Befunde
  • Ergänzende Abklärung unklarer Tastbefunde
  • Frühdiagnostik bei jungen Patientinnen bei familiärer Belastung und erhöhtem Mammakarzinomrisiko
  • Bildgebende Steuerung bei minimal-invasiven Biopsien

 

MR-Mammographie

Als MR-Mammographie wird eine Magnetresonanztomographie (= Kernspintomograpie) der Brustdrüse bezeichnet. Das Mamma-MRT ist ein computergestütztes Verfahren, das die Brust mit Hilfe von starken Magnetfeldern in Schnittbildern darstellt.
Dieses Verfahren kann nur bei bestimmten Fragestellungen in Ergänzung zur Mammographie und zum Ultraschall eingesetzt werden.
 

Durchführung

Sie liegen bequem in Bauchlage und erhalten einen venösen Zugang. Während der Untersuchung wird ein Kontrastmittel in die Vene gespritzt. Dann fertigt der Kernspintomograph sehr schnelle Aufnahmeserien der Brust an. Da die Durchblutung der weiblichen Brust einer hormonellen Regulation unterliegt, kann die Kontrastmittelaufnahme Schwankungen aufweisen, die zu einer verminderten  Beurteilbarkeit der Schnittbilder führen können. Daher wäre ein optimaler Untersuchungszeitpunkt in der 2. Zykluswoche. Eine Hormonersatztherapie sollte wenn möglich ca. 6 Wochen vor der Untersuchung abgesetzt werden.
 

Kontraindikationen

Siehe Magnetresonanztomographie (MRT)
 
 

Galaktographie

Die Galaktographie ist die mammographische Darstellung eines Milchganges mit wasserlöslichem, nicht-ionischem jodhaltigem Kontrastmittel in geringer Menge.

Abbildung: Galaktographie

 

Prinzip der Galaktographie

Zunächst wird ein Ausstrichpräparat des blutigen Sekretes angefertigt. Nach Desinfektion wird mit einer sehr feinen Nadel der Milchgang auf der Mamille (Brustwarze) sondiert, aus welchem die auffällige bräunlich-blutige Flüssigkeit abgesondert wird. Über die liegende Nadel werden geringe Mengen (0,1 - 1 ml) Kontrastmittel in den Gang gespritzt.
Anschließend erfolgt die Anfertigung von Mammographieaufnahmen in zwei Ebenen. Diese werden von qualifizierten Ärzten  befundet. Hierbei können Abbrüche des Milchganges und Kontrastmittelaussparungen Hinweise auf intraduktale (im Milchgange gelegene) Raumforderungen sein.
Eine sichere Differenzierung zwischen gutartig (Papillom) und bösartig (intraduktales Malignom) gelingt nicht. Bei einer eindeutig nachzuweisenden Raumforderung besteht die Indikation zur chirurgischen Entfernung.
 

Indikationen

Blutige Flüssigkeitsabsonderung aus der Brustwarze, insbesondere aus einem isolierten Ausführungsgang, außerhalb der Schwangerschaft und Stillperiode.
 
 

Perkutane minimal-invasive Biopsieverfahren

Sollte bei Ihnen ein Befund vorliegen, der nur durch eine Entnahme von Gewebe in lokaler Betäubung abgeklärt werden kann, stehen Ihnen im Diagnostikum Berlin folgende Methoden zur Verfügung:

  • sonographisch gestützte Hochgeschwindigkeitsbiopsie
  • mammographisch gestützte Hochgeschwindigkeitsbiopsie
  • mammographisch gestützte Vakuumbiopsie

Anhand dieser Biopsieverfahren kann eine exakte präoperative Diagnosestellung erfolgen. Diese wiederum ermöglicht eine individuelle Therapieplanung. Unnötige Operationen von gutartigen Tumoren können so vermieden werden.
 
Mit Hilfe eines speziellen Stereotaxie-Tisches, der mit einem digitalen mammographischen Röntgensystem ausgerüstet ist, werden in Bauchlage Aufnahmen der Brust aus unterschiedlich gewinkelten Positionen erstellt. So wird die genaue Lage der zu untersuchenden Gewebeveränderung ermittelt. Spezielle Positionierungsvorrichtungen ermöglichen den sicheren Zugang von 360° zu den zu  untersuchenden Läsionen.
Es können sowohl mammographisch gestütze Hochgeschwindigkeitsbiopsien als auch mammographisch gestütze Vakuumbiopsien vorgenommen werden.

Abbildung: Liegend-Stereotaxie-Tisch, Hologic

 

Stereotaktischgestütze Biopsien können in unserer Praxis auch im Sitzen an unserem digitalen Mammographiegerät durchgeführt werden.

 


Hochgeschwindigkeitsbiopsie


Die Hochgeschwindigkeitsbiopsie ist ein sonographisch oder mammographisch gesteuertes ambulantes Biopsieverfahren. Es wird die Methode angewendet, mit der der Befund am besten darzustellen ist. Unter lokaler Betäubung wird eine kleine Hohlnadel bis an die Stelle der Gewebeveränderung in der Brust vorgeschoben und damit mehrere kleine Gewebeproben (Biopsien) gewonnen. Die Nadellage wird während des Eingriffs mit dem Ultraschall oder mit stereotaktischen Röntgenaufnahmen kontrolliert. Mehrere Gewebezylinder sind notwendig, um eine sichere histologische Diagnose zu erhalten. Nach der Punktion verweilen Sie noch etwas in unserer Praxis. Bevor Sie nach Hause gehen, wird durch unsere Mitarbeiter kontrolliert, dass die Entnahmestelle nicht blutet.


Indikationen

Histologische Abklärung suspekter sonographisch/mammographisch sichtbarer Herdbefunde oder Verdichtungen


Vorbereitung

Im Fall einer Medikation mit blutverdünnenden Medikamenten (Marcumar, Falithrom) muss ungefähr 10 Tage vor dem Biopsietermin die Umstellung auf Heparin durch den Hausarzt erfolgen. Am Untersuchungstag muss ein aktueller INR ≤ 2,0 vorliegen.

 

Vakuumbiopsie

Die stereotaktische Vakuumbiopsie ist ein computerassistiertes ambulantes Biopsieverfahren unter mammographischer Steuerung.
Die Patientin liegt auf einem speziellen Untersuchungstisch in Bauchlage. Nach der örtlichen Betäubung der entsprechenden Stelle an der Brust erfolgt ein kleiner Hautschnitt. Mit  Röntgenaufnahmen aus unterschiedlich gewinkelten Positionen wird die Lage der zu untersuchenden Gewebeveränderungen in der Brust ermittelt (Stereotaxie) und an dieser Stelle automatisch eine spezielle Hohlnadel positioniert. Unter Anlegen eines Vakuums werden Gewebeproben (Biopsien) in die Hohlnadel gesogen. Für eine sichere pathologische Diagnose sind mehrere Proben erforderlich.
In unserer Praxis wird das Suros Surgical Systems, ATEC(R)-Brust-Biopsie  und Exzisions-System zur automatischen Gewebeentnahme bei der Vakuumbiopsie angewendet.
Je nach Untersuchungsbefund kann es notwendig sein, die Entnahmestelle durch einen Clip zu markieren, z.B. nach kompletter Entfernung der auffälligen Mikroverkalkungen. Nach der Punktion verweilen Sie noch etwas in unserer Praxis. Bevor Sie nach Hause gehen wird durch die Mitarbeiter kontrolliert, dass die Entnahmestelle nicht blutet.


Indikationen

  • Mikroverkalkungen
  • Architekturstörungen
  • Herdbefunde < 10 mm


Vorbereitung

Im Fall einer Medikation mit blutverdünnenden Medikamenten (Marcumar, Falithrom) muss ungefähr 10 Tage vor dem Biopsietermin die Umstellung auf Heparin durch den Hausarzt erfolgen. Am Untersuchungstag muss ein aktueller INR ≤ 2,0 vorliegen.

Bei einer Medikation mit ASS 100 oder Plavix müssen diese Arzneimittel 10 Tage vor dem Termin abgesetzt werden.

 

Präoperative Drahtmarkierung

Vor einer Operation können nicht tastbare Knoten oder Mikroverkalkungen mit Hilfe spezieller, sehr feiner Drähte unter mammographischer - oder Ultraschallkontrolle markiert werden. Der Markierungsdraht dient dem Operateur als Führungsschiene zu den nicht tastbaren Veränderungen und wird mit dem zu untersuchenden Gewebe entfernt. Das Gewebe wird anschließend vom Pathologen untersucht

Abbildung: Präoperative Drahtmarkierung